Wirkung elektro-magnetischer Felder auf Schrittmacher und Defibrillatoren
Problematik
Die Elektrode Ihres Herzschrittmachers oder Defis wirkt wie
eine Antenne. Sie kann elektro-magnetische Störsignale
einfangen und in den Taktgeber übertragen. Magnetische Felder
(niederfrequent) können auch direkt in das Gehäuse
einstreuen. In beiden Fällen kann es zu Funktionsstörungen des
Herzschrittmachers oder Defis kommen.
Lösung
Das Warngerät Cardioman gibt dem Träger die Möglichkeit Störsignale zu
erkennen und sich aus dem gefährlichen Bereich zu
entfernen. Darüber hinaus ermöglicht der Cardioman die
Abschätzung der Risiken durch alltägliche Elektrogeräte. Durch
Warntöne und Warnanzeigen wird der Benutzer auf Gefahren
aufmerksam gemacht und kann selbst aktiv reagieren.
Hier erhalten Sie weitere Informationen
zum Cardioman.
Vertiefende Informationen
Bei niedrigen Signalfrequenzen kann eine direkte Einstreuung magnetischer Felder in das Gehäuse
des Herzschrittmachers erfolgen. Darüber hinaus wirkt die implantierte Herzschrittmacher-Elektrode
wie eine Antenne, die auch höherfrequente elektromagnetische Störsignale einfangen und in den
Herzschrittmacher übertragen kann.
Wird ein Herzschrittmacher einem elektromagnetischen Feld ausgesetzt, kann dies
- Ströme von der Elektrode ins Herz und damit Kammerflimmern oder eine Gewebeschädigung durch lokale Erwärmung auslösen
- elektrische Spannungen in die Elektrode induzieren, die die Überwachung der herzeigenen Signale (EKG) durch den Herzschrittmacher beeinträchtigen
- elektrische Spannungen in die Elektrode induzieren, die den Herzschrittmacher schädigen
- magnetische Steuerungselemente des Herzschrittmachers unbeabsichtigt aktivieren oder beschädigen
- den Herzschrittmacher veranlassen, in den Störbetriebsmodus umzuschalten
Der Norm-Entwurf DIN VDE 0848-3-1 als Orientierung
Die Risiken hängen von der Implantationslage der Elektrode, aber auch von den Eigenschaften des
elektromagnetischen Feldes ab.
Einen besonderen Einfluss haben die Frequenz und Signalform (Modulationsart) des Feldes.
Beispielsweise reagieren Herzschrittmacher besonders empfindlich auf Modulationsfrequenzen, die dem
Herzeigenrhythmus ähnlich sind.
Im Norm-Entwurf DIN VDE 0848-3-1 ("Sicherheit in elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen
Feldern", Mai 2002) wurden für verschieden modulierte Felder typische Störschwellen bei
unterschiedlichen Frequenzen angegeben. Da die Störschwellen der Herzschrittmacher von deren
Schaltungstechnik abhängen und von Gerät zu Gerät variieren, wurden die Schwellen so gesetzt, dass
mehr als 95% aller zwischen 1995 und 1999 implantiert vorhandenen Geräte bei Feldstärken unterhalb
der Schwellwerte nicht gestört werden.
In dem Norm-Entwurf wurde vorgeschlagen, öffentlich zugängliche Bereiche, in denen eine Gefährdung
für Herzschrittmacher-Träger auftreten kann, durch Warnhinweise zu kennzeichnen. Die Durchführung
dieser Maßnahme hat sich aber bisher als nicht praktikabel erwiesen. Beispielsweise ist es nahezu
unmöglich, eine Hochspannungsleitung kilometerweit mit Warnschildern zu
versehen.
Der Cardioman geht deshalb einen anderen Weg, indem er jedem Träger die Möglichkeit gibt,
gefährliche Bereiche zu erkennen und sie entsprechend zu meiden. Darüber hinaus ermöglicht er die
Einschätzung der Risiken durch alltägliche Elektrogeräte.
Die Richtlinien der Internationalen Kommission zum
Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung
Die ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor
nicht-ionisierender Strahlung) erarbeitet und veröffentlicht
regelmäßig Richtlinien (sogenannte "Guidelines"), die auf Basis des jeweils anerkannten
Standes von Wissenschaft und Technik Grenzwerte für
verschiedene Strahlungsarten empfehlen. Eine entsprechende
Richtlinien gibt es auch für elektrische, magnetische und elektromagnetische
Felder (siehe ICNIRP-Guideline). Dort sind auch
interessante Informationen über die Wechselwirkung dieser
Felder mit dem menschlichen Körper enthalten.
Produktbeschreibung
Cardioman - Das Warngerät
- erleichtert die Bewertung von Gefahren im Alltag
- warnt vor elektromagnetischer Strahlung ("Elektrosmog")
- signalisiert den erforderlichen Abstand zu Haushaltsgeräten, Sendeantennen, Maschinen, Transformatoren, etc.
- erkennt defekte Geräte, die ein höheres EMV-Risiko bergen
Hier können Sie das Warngerät Cardioman bestellen.
Funktion
Der Cardioman warnt vor magnetischen und elektromagnetischen
Feldern, die bei Herzschrittmachern oder Defibrillatoren eine Störung
hervorrufen können und damit eine Gefährdung für den Träger darstellen. Bei
Annäherung der Feldstärken an bestimmte Grenzwerte informiert er Sie durch
akustische und optische Signale. Wichtig: Die
Warnung erfolgt, bevor eine Störung oder Fehlfunktion auftreten kann.
Sie können sich von der Gefahrenquelle wegbewegen,
bevor etwas passiert.
Der Cardioman kann somit ein ständiger Begleiter im Alltag sein. Er weist auf
mögliche Gefahren hin und sorgt für mehr Sicherheit. Darüber hinaus
ermöglicht er die Einschätzung der durch Haushaltsgeräte
oder Maschinen hervorgerufenen Gefahren. Auf diese Weise können Sie
zum Beispiel defekte Geräte mit erhöhter
Abstrahlung erkennen und aussortieren.
Mehr Sicherheit
Durch den betreuenden Arzt und aufklärende Broschüren
werden bestimmte Verhaltensregeln im Umgang mit elektrischen Geräten
vermittelt. Trotzdem bleibt beim Träger eines Herzschrittmachers oder Defis eine
Restunsicherheit. Hier sorgt der Cardioman für zusätzliche Sicherheit.
Sie haben erstmals die Möglichkeit, die empfohlenen Verhaltensregeln zu
überprüfen. Dadurch gewinnen Sie mehr Freiheit in der Lebensgestaltung.
Beispielsweise ist es überzeugender, die Abstrahlung eines Handys direkt zu
messen, anstatt nur der Regel zu folgen, das Handy nicht in die Nähe des
Schrittmachers zu bringen. Bei vielen Geräten werden Sie
sogar erfahren, dass diese gar kein Risiko darstellen.
Aus Unsicherheit wird Klarheit.
Im betrieblichen Arbeitsschutz leistet das Warnsystem gute Dienste, indem
es die Felder detektiert, die von Anlagen und Maschinen
ausgehen. Der Cardioman unterstützt die Bewertung des Arbeitsplatzes, hilft
Unfälle zu vermeiden, und gibt dem Schrittmacherträger mehr Sicherheit.
Technik: Der Cardioman ...
- erkennt Magnetfelder und elektromagnetische Strahlung
- deckt alle Frequenzbereiche von 0 bis 3,3 GHz ab
- warnt durch akustische und optische Signale
- ist konsequent an den für Herzschrittmacher ermittelten Kennlinien ausgerichtet
- ist gleichermaßen für Defis geeignet
- verfügt über sechs integrierte Antennen und vier verschiedene Detektoren
Gefahrenquellen
Ursachen für eine Funktionsstörung oder Störbeeinflussung
Bei der öffentlichen Debatte um Elektrosmog geht es
darum, ob der menschliche Körper durch elektromagnetische Strahlung
beeinflusst werden kann. Die wissenschaftliche Meinung ist
hierzu uneinheitlich. Immerhin gibt es Richtlinien und
Grenzwerte für die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von
Elektrogeräten.
Bei Herzschrittmacher- oder
Defi-Patienten geht es aber um ein anderes Problem: Hier
tritt der Körper nicht direkt mit der elektromagnetischen
Strahlung in Wechselwirkung,
sondern indirekt über das implantierte elektronische Gerät,
das über die Elektrode zudem mit einer Antenne ausgestattet
ist. In diesem Fall spielt nicht nur die
Biologie, sondern - und sogar vor allem - die Physik eine Rolle.
Trotz zunehmender Sicherheit gegenüber äußeren Feldern bleiben auch bei modernen
Herzschrittmachern Risiken einer Fehlsteuerung:
- Von außen einwirkende Signale können als herzeigene Impulse fehlgedeutet
werden und die erforderliche Stimulation durch den Schrittmacher unterdrücken,
obwohl das Herz keinen ausreichenden Eigenrhythmus hat.
- Äußere Felder können den Herzschrittmacher veranlassen, in den
Störbetriebsmodus mit fester Frequenz umzuschalten, die für den Träger in der
aktuellen Situation zu niedrig sein kann.
- Störsignale können den Herzschrittmacher daran hindern, den
Herzeigenrhythmus zu erkennen, sodass fälschlicherweise eine Anpassung der
Stimulationsfrequenz an die Variationen des äußeren Störfeldes erfolgt.
Außerdem kann es gefährlich sein, wenn die unkontrollierte
Stimulation in der vulnerablen Phase (abklingende Eigenaktion) des Herzens
stattfindet.
In den meisten Fällen treten keine Störungen des
Herzschrittmachers auf. In seltenen Fällen können aber Fehlfunktionen zu
leichten bis schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen führen. Die Folge für
den Träger des Herzschrittmachers sind dann Schwindel und Leistungsschwäche bis
hin zu Bewusstlosigkeit sein.
Bei Defi-Trägern können durch äußere Signale unnötige Schocks ausgelöst werden.
Ist der Patient auf eine permanente Stimulierung durch den Herzschrittmacher angewiesen,
kann es im schlimmsten Fall zum Herzstillstand kommen.
Der Cardioman hilft, ...
- den erforderlichen Mindestabstand zu gefährlichen Geräten zu ermitteln
- die in den Gebrauchsanweisungen dieser Geräte enthaltenen Angaben zu überprüfen
- defekte Geräte zu erkennen, die ein höheres Risiko bergen
Mehr Sicherheit durch frühzeitige Warnung
Die Grenzwerte für die Gefährdung der Herzschrittmacherfunktion hängen
von der Frequenz des Störfeldes ab. Der Cardioman warnt in allen
Frequenzbereichen bereits vor Überschreiten der Grenzwerte. Dies wird durch
den Vorwarnbereich in der folgenden Grafik illustriert. Unterhalb der Grafik
finden Sie auch Beispiele für Geräte, die einen störenden Einfluss auf
Herzschrittmacher haben können.
Gefahrenquellen
Beispiele für potentiell gefährliche Quellen elektromagnetischer
Strahlung sind Warensicherungssysteme (Diebstahlsicherungen,
Warensicherungsanlagen),
Rundfunksendeanlagen, Lautsprecher-Magnete und schnurlose Telefone
oder Handys. Weitere
Beispiele sind in obiger Grafik eingetragen oder finden sich in den
Hinweisen der Herzschrittmacher-Hersteller. Bei nahezu allen
Gefahren hängt das Risiko sehr stark vom Abstand zwischen der Quelle und
Ihrem Herzschrittmacher oder Defi ab. Dieses Phänomen lässt sich sehr leicht
und unmittelbar mit dem Cardioman beobachten.
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