Der Cardioman hilft, ...
- den erforderlichen Mindestabstand zu gefährlichen Geräten zu ermitteln
- die in den Gebrauchsanweisungen dieser Geräte enthaltenen Angaben zu überprüfen
- defekte Geräte zu erkennen, die ein höheres
Risiko bergen
- aber auch, Geräte zu erkennen, von denen keine
Gefahr ausgeht
Mehr Sicherheit durch frühzeitige Warnung
Die Grenzwerte für die Gefährdung der Herzschrittmacherfunktion hängen
von der Frequenz des Störfeldes ab. Der Cardioman warnt in allen
Frequenzbereichen bereits vor Überschreiten der Grenzwerte. Dies wird durch
den Vorwarnbereich in der folgenden Grafik illustriert. Unterhalb der Grafik
finden Sie auch Beispiele für Geräte, die einen störenden Einfluss auf
Herzschrittmacher haben können.
Ursachen für Funktionsstörungen
Bei der öffentlichen Debatte um so genannten Elektrosmog geht es
darum, ob der menschliche Körper durch elektro-magnetische Strahlung
beeinflusst werden kann. Die wissenschaftliche Meinung ist
hierzu uneinheitlich. Immerhin gibt es Richtlinien und
Grenzwerte für die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) von
Elektrogeräten.
Bei Herzschrittmacher- oder
Defi-Patienten geht es aber um ein anderes Problem: Hier
tritt der Körper nicht direkt mit der elektromagnetischen
Strahlung in Wechselwirkung,
sondern indirekt über das implantierte elektronische Gerät,
das über die Elektrode zudem mit einer Antenne ausgestattet
ist. In diesem Fall spielt nicht nur die
Biologie, sondern - und sogar vor allem - die Physik eine Rolle.
Trotz zunehmender Sicherheit gegenüber äußeren Feldern bleiben auch bei modernen
Herzschrittmachern Risiken einer Fehlsteuerung. Lesen Sie
hierzu die ausführlichen Erläuterungen in Hintergrund.
In den meisten Fällen treten keine Störungen des
Herzschrittmachers auf. In seltenen Fällen können aber Fehlfunktionen zu
leichten bis schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen führen. Die Folge für
den Träger des Herzschrittmachers sind dann Schwindel und Leistungsschwäche bis
hin zu Bewusstlosigkeit sein.
Bei Defi-Trägern können durch äußere Signale unnötige Schocks ausgelöst werden.
Ist der Patient auf eine permanente Stimulierung durch den Herzschrittmacher angewiesen,
kann es im schlimmsten Fall zum Herzstillstand kommen.
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